Kompost – König der Humusdünger

Was ist Kompost?

Die Kompostierung gilt als natürlicher, aber technisch gesteuerter Vorgang. Die natürlichen Bedingungen für den Humusaufbau im Boden werden nachgestellt und optimiert.

Das Gold des Gartens

Mit Hilfe von Luftsauerstoff setzen Kleinstlebewesen und Mikroorganismen den größten Teil des organischen Materials zu Humus um. Dank der vergleichbaren Eigenschaften von Humus kommt Kompost als Vollwertdünger/Bodenverbesserer eine besondere Bedeutung zu. Nicht umsonst wird er „Gold des Gartens“ genannt.

Kompost aktiviert das Bodenleben, fördert die Bodenstruktur, erhöht das Puffervermögen des Bodens, verbessert den Luft- und Wasserhaushalt sowie die Aggregatsstabilität (Erhaltungskalkung). Es handelt sich um eine nachhaltige Nährstoffquelle, die zur Verbesserung und Erhaltung der Bodenqualität beiträgt. Gartenflächen sowie landwirtschaftlich genutzte Flächen werden so rekultiviert.


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Inhaltsstoffe von Kompost

Der Gehalt an Stickstoff, Phosphat und basisch wirksamen Bestandteilen ist ein wichtiger Aspekt bei Kompost. Der Hauptnährstoff Kalium kann zu 100% als pflanzenwirksam angerechnet werden wogegen der im Jahr der Anwendung enthaltene Nährstoff Stickstoff nur in geringen Mengen zur Verfügung steht. Pflanzenverfügbar ist der in gelöster Form vorliegende Stickstoff (NH₄). Des Weiteren werden noch ca. 2 % des Gesamtstickstoffgehaltes im gleichen Jahr bereitgestellt. Durchschnittlich werden noch 1-5 % des Gesamt-N in den Folgejahren wirksam. Organisch gebunden ist jedoch der größte Anteil (>90 %) des im Kompost enthaltenen Stickstoffs, welcher hauptsächlich der Humusreproduktion dient. Ebenfalls sollte davon ausgegangen werden, dass in etwa nur die Hälfte des Gesamtgehaltes an Phosphat im Anwendungsjahr des Komposts zur Verfügung steht, da es vielfach in schwer verfügbaren Bindungsformen vorliegt. Mittelfristig wird Phosphat voll auf den Düngebedarf angerechnet.

Zahlreiche bodenbürtige Krankheitserreger werden durch den phytosanitären Effekt des Komposteinsatzes deutlich unterdrückt und das Bodenleben wird durch die Bereitstellung von frischem Humus belebt. Besonders Regenwürmer fallen darunter. Durch ihre Gänge entstehen Makroporenräume, die das Regenwasser schnell infiltrieren. Auf diesem Wege kann Sauerstoff in tiefere Bodenschichten vordringen. Ebenfalls können verdichtete Bodenhorizonte (z.B. Pflughorizont) damit durchbrochen und aufgelockert werden. Gefüge schaffend und Gefüge stabilisierend wirkt Humus, da er die Mineralteilchen zu einem hohlraumreichen Bodenverband verklebt.

Das Porensystem wird beeinflusst und schließlich der Wasser- und Lufthaushalt des Bodens. Die Wasser- und Nährstoffzufuhr zur Pflanzenwurzel, die Wurzelentwicklung, die mikrobielle Aktivität, Wasserspeicherfähigkeit, Wasserversickerung und Wasserstabilität der Bodenaggregate werden dadurch beeinflusst und die mechanische Belastbarkeit des Bodens erhöht. Humus selber kann auch Wasser speichern, eine bedeutsame Eigenschaft, im Hinblick auf die Klimaerwärmung. Es kann das Zwanzigfache des Eigengewichtes gespeichert werden.

Stabiles Bodengefüge dank Ton-Humuskomplexen

Für Böden mit geringem Tongehalt stellt Humus den einzigen Wasserspeicher dar und wirkt somit dem resultierenden Wasserstress entgegen. Wichtige Kationen (Calcium, Magnesium, Kalium) und Anionen (Phosphat, Sulfat, Nitrat) werden reversibel an den Humus angebunden und so vor Auswaschung geschützt. Sogar auf tonhaltigen Böden führt das Entstehen einer hohen spezifischen Oberfläche bei Kompostgaben zu einer Erhöhung der Kationenaustauschkapazität. Es entstehen sogenannte Ton-Humuskomplexe, die für ein nachhaltig stabiles und belastbares Bodengefüge sorgen.

Besonders zu Verschlämmung und Verdichtung neigende, schwere Böden benötigen diese Eigenschaften, um sich optimal gegen Erosion und Bodenschadverdichtung zu schützen. Viele essentielle Pflanzennährstoffe werden überhaupt erst pflanzenverfügbar, wenn der pH-Wert erhalten bzw. angehoben wird.

KOHLENSTOFFSENKUNG DURCH HUMUS
Die verschiedenen Speichermechanismen von Humus tragen dazu bei, zahlreiche Umweltgifte (allen voran Pflanzenschutzmittel) vor Auswaschung ins Grundwasser zu bewahren. Diese werden mit Hilfe von Mikroorganismen abgebaut. Zum Schluss sollte erwähnt werden, dass Humus eine bedeutende Kohlenstoffsenke darstellt. Humus speichert global betrachtet etwa 1600 Gt Kohlenstoff. Bei einer winzigen Abnahme dieses Kohlenstoffreservoirs in Europa um 0,1 % würde einer Kohlenstoff-Emission von zusätzlich 100 Millionen PKWs entsprechen.

Der Humus spielt daher eine wichtige Rolle für den Klimawandel.

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Autor: Christian Raichle
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